Beschaffungsmaßnahme oder Kundenevent?

Einkaufen – Bedeutung, Motivation, Erwartungen

Nüchtern und emotionslos betrachtet ist das „Einkaufen“ die Beschaffung von Waren gegen Bezahlung, Befriedigung von Grundbedürfnissen, elementar bis wohlstandsgetrieben.

Unsere Bedürfnisse haben sich hinsichtlich der Art und Weise der Beschaffung, der technischen Entwicklung und Verfügbarkeit der Produkte gravierend gewandelt.

Weltweiter Handel, das Internet mit allen Möglichkeiten der Kommunikation, schnelle Transportwege lassen globale Entwicklungen von Produkten und Informationen zu. Alles ist vergleichbar, wird bewertet.

Mit solch global vergleichbaren Produkten langfristig am Markt zu bleiben und Umsätze zu steigern ist nicht leicht – schon gar nicht im stationären Handel! Hat er doch eine jahrhundertealte Geschichte.

Vergleichsweise ist der Internethandel sehr jung und hat doch das Kaufen und Verkaufen in eine andere Dimension geschoben.

Tag und Nacht ist es möglich, online zu shoppen, ohne das Haus zu verlassen. Preisrecherchen, Produktinformationen und Vergleiche sind im Handumdrehen erledigt.
Eventuell steht ein personalisiertes Angebot bereit, jetzt nur ein paar Klicks weiter und die Bestellung ist unterwegs. Das Internet macht‘s möglich! Und es ist bequem.

Soweit, so gut, doch ein gewisses Restrisiko bleibt immer. Es beginnt eine Zeit des Wartens auf das Paket, doch welch‘ Glück, es dauert nicht lang. Jetzt schnell auspacken, anprobieren und – alles gut – oder es passt nicht und überhaupt: die Erwartung war eine andere. Die Freude über den Schnapp ist dahin. Jetzt geht alles wieder Retoure!

Historisch gemessen an der Zeitspanne, dass Menschen miteinander handeln, ist die Phase des Online-Handels kaum messbar. - Und doch hat sich das „Einkaufen“ vehement geändert.
Diese Veränderung ist nicht allein der Existenz bzw. der Nutzung von Online-Shops geschuldet. Die rasante Entwicklung von digitalen Technologie berührt unser Leben ganzheitlich, so auch im stationären Einzelhandel.

Kunden sind heute mit ihrem Smartphone unterwegs und nutzen verschiedenartige mobile Dienste. Ehe etwas im Einkaufskorb landet, wird sich informiert: je nach Produkt sind das Informationen über Preise, Funktionsweise, Maße, Beschaffenheit, Material, Hersteller, Größenangaben usw. Was nicht auf dem Preisschild abgebildet ist, wird mittels QR-Code ausgelesen. Eine nicht ungewöhnliche Interaktion des Kunden im Geschäft.

Von der reinen Bedürfnisbefriedigung ist „Einkaufen“ in den Freizeitbereich gerutscht, es muss Spaß machen, der Erlebnisfaktor muss stimmen. Erlebnisfaktor beim Einkaufen? Wie das funktionieren kann, ist dann schon wieder ein neues Thema …..

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